Förderung für Schulkinder

 

Wichtig ist eine genaue Beobachtung des Schulkindes. Spätestens in der 2. Klasse der Volksschule treten die Problematiken von legasthenen und dyskalkulen Kindern beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen verstärkt auf.

 

Eine Förderung sollte unbedingt auf der pädagogischen Ebene erfolgen, sofern keine Sekundärerscheinungen vorliegen!

 

In Fällen von Sekundärerscheinungen oder zusätzlichen Krankheitsbildern muss jedoch eine ärztliche oder psychologische Abklärung durchgeführt werden. Auf jeden Fall notwendig ist eine ärztliche bzw. psychologische Analyse und Diagnose bei Verdacht auf ADS/ADHS, da es sich hierbei laut ICD-10 der WHO tatsächlich um Krankheitsbilder handelt, die unter medizinische Belange fallen. Nur der Facharzt kann feststellen, ob dem Symptomkomplex ADHS eine neurobiologische Ursache im Sinne einer Stoffwechselstörung zugrunde liegt, oder ob es sich um eine Symptomentwicklung aufgrund der Lebensbedingungen handelt.

 

Bei vielen legasthenen/dyskalkulen Kindern werden fälschlicherweise Konzentrationsstörungen oder Hyperaktivität diagnostiziert, wobei ähnliche Symptome wie Unaufmerksamkeit und Unruhe tatsächlich auftreten. Häufig wird jedoch übersehen, dass diese Symtome nur beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen auftreten, nicht jedoch bei anderen Tätigkeiten.

 

 

Die Förderung des Kindes durch den Legasthenietrainer auf der pädagogischen Ebene:

 

Nach einem umfassenden Anamnesegespräch und einer Austestung mit dem AFS-Computertest, der in Amerika unter Mitarbeit der Präsidentin des Öst. Dachverbandes für Legasthenie, Frau Dr. Astrid Kopp-Duller, entwickelt wurde, kann eine individuelle, auf die Problematik des Betroffenen abgestimmte detailreiche Trainingsplanung erfolgen.

 

Getestet werden hierbei drei Bereiche: die Aufmerksamkeit, die Basissinneswahrnehmungsleistungen, die für das Lesen, Schreiben und/oder Rechnen notwendig sind sowie der Symptombereich.

 

Das anschließende Training erfolgt in Einzelstunden und wird genauestens auf die Problematik des Kindes abgestimmt.

 

In diesen Einzelstunden wird nicht nur der Symptombereich trainiert (also das Schreiben an sich, Rechtschreibregeln, etc. oder aber das Rechnen), sondern auch die betroffenen Sinneswahrnehmungsleistungen sowie das Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen der Kinder durch spezielle Maßnahmen gefördert. Ein Training allein an der Symptomatik ist bei legasthenen und/oder dyskalkulen Kindern durch ihre differenten Wahrnehmungsleistungen nicht ausreichend.

 

Außerdem werden Anleitungen für das zusätzliche Training im häuslichen Bereich gegeben. Nach den Trainingsstunden wird der aktuelle Status regelmäßig mit den Eltern besprochen.